Das Reference Artikulatorsystem

 

Die sich permanent weiterentwickelnde moderne Zahnheilkunde stellt immer höhere Ansprüche an ein Artikulatorsystem. In der täglichen Anwendung wird höchste Präzision, Kompatibilität der Artikulatoren und maximale Flexibilität gefordert. Die zunehmende Interdisziplinarität von Behandlungsabläufen verlangt ein Kommunikationsmittel, welches eine standardisierte Basis für solche Fälle schafft. Mit dem Reference System wurde ein Werkzeug entwickelt, welches vom einfachen Standardfall bis zur komplexen „Full-Mouth“ Rekonstruktion lösungsorientierte Abläufe bietet.

·     Artikulator-Gesichtsbogensystem für arbiträre und exakte scharnierachsbezogene Artikulatormontage

·     Gleichschaltbare Artikulatoren mit und auch ohne Split-System

·     Ein Artikulator - ausbaubar vom einfachen Okkludator zum volljustierbaren Alleskönner

·     Integriertes Magnetretentionssystem

·     Vermeidung von Störungen durch Gipsexpansion mittels Blockmontage

·     Condylarpositionsmessung (CPM), Condylenpositionsänderung (CPV), Messung und Einstellung der Okklusionsebene, Frontzahndiagnostik

·     Vorgefertigte Inzisaltischführungsteller verschiedener Steilheiten bis hin zum komfortablen Sequenztisch zum Aufwachsen der sequenziellen Okklusion

·     Aufrüstbare Gesichtsbögen für elektronische Kiefergelenksregistrierung mit CADIAX®

·     Konzipiert von Praktikern für Praxis und Labor

·     Konzipiert von Lehrern für die Lehre und Forschung

Reference SL – von zentrischer Sicherheit zu exzentrischer Perfektion

Die einzigartige Konstruktion der Kondylengehäuse des Reference SL Artikulators nach Prof. Dr. Rudolf. Slavicek entspricht dieser Anforderung in besonderer Weise: Keine Kondylenkugel, sondern der Scharnierachse nachempfundene Achsen gleiten auf sagittalen und transversalen Einsätzen leicht und sanft wie auf Kufen.

Für die Praxis:

Ideal für den täglichen Durchschnittspatienten: Totalprothese, Teilprothetik, Implantatprothetik, Full-Mouth-Rehabilitation, Funktionsdiagnostik, gezielte Initialtherapie, Kieferorthopädie, Mund- Kiefer- Gesichtschirurgie.

Für das Labor:

Einer gleicht dem Anderen – die uniforme Reihe. Rasch handhabbar und universell. Kontinuierlich ausbaufähig.

 

Der Reference SL bietet Führungssicherheit eines Non-Arcon Geräts, ohne die didaktischen und dynamisch-geometrischen Vorteile der Arcon-Bauweise einzubüßen. Der Anwender sieht in die Kulissen, kontrolliert den Kontakt an den Führungselementen, ohne das Gerät in akrobatischer Haltung führen zu müssen.

Reference – ein praktischer Alleskönner par excellence

Die Führungskulissen lassen sich spielend leicht austauschen. Bis hin zu individuell gefrästen Einsätzen bleiben dem Anwender keine Optionen verschlossen. Mühelos lässt sich der Artikulator den individuellen Bewegungsbahnen angleichen.

 

Die oben gezeigte Statistik über die Verteilung von Gelenkbahnsteilheiten von über 300 aufgezeichneten Patientenfällen beschreibt die Notwendigkeit einer individuellen exzentrischen Artikulatorprogrammierung.

 

Eine weitere Auswertung ergibt, dass eine Vielzahl der Patienten Bewegungsmuster mit therapierelevanten Retrusivbewegungen aufweisen. Der SL Artikulator zeigt den Unterschied bei der Gestaltung von Okklusionsflächen.

 

 

 

 

Höckerspuren am Okklusionstisch bei unterschiedlichen Retrusiv-Charakteristika (Z = keine, R1 = surtrusiv, R2 = detrusiv)

 

 

Condylogramm mit keiner arbeitsseitigen Rückbewegung

Condylogramm mit arbeitsseitiger Retrusion

Condylogramm mit arbeitsseitiger Surtrusion

Anwendung einer Detrusionskulisse

Patient:

Artikulator:

Der SL Artikulator ist ideal geeignet, die meisten Bewegungsmuster des Unterkiefers darzustellen. Der Vorteil : Kein umständliches „Schrauben“ und „Justieren“, nur ein einfaches Einklicken der Kulisse.

Reference – Montagesystem mit Magnethalterung

Die Distanzsockel werden mit Magnetretention im Artikulator gehalten. Der Haftmagnet ist im Artikulator eingebaut. Dadurch wird die volle Bauhöhe bei gleich bleibender Anzugskraft des Geräts genutzt.

Störende Einflüsse der Gipsexpansion bei der Aushärtung werden minimiert. Unterschiedliche Bauhöhen und Neigungen ermöglichen eine optimierte Anwendung.

 

Die roten Montageplatten werden mit den Distanzsockeln lösbar verschraubt.

 

Wird der Sockel vom Modell abgeschraubt, so hinterlässt er im Gips eine Kennung, mit der bei einer möglichen Reponierung derselbe Bautyp wieder angebracht werden kann. Während des Zeitraums der aktiven Behandlung sollte der Distanzsockel nicht abgeschraubt werden.

Reference – gleichschaltbar ohne Kompromisse

Mit dem Justier-Prüfschlüssel kann der Artikulator jederzeit auf seine Toleranz geprüft werden.

Mit diesem Gerät werden alle Reference Artikulatoren (Typen A, I und SL) über die Achsen gleichgeschaltet, im Bereich von ± 10µm rezeptorengenau. Somit arbeiten alle Beteiligten mit identischen Geräten. Modellaustausch und echte Vergleichbarkeit ist gewährleistet.

Der Justier-Prüfschlüssel wird auch zur Nullung bei den Anwendungen CPM und CPV benötigt.

Der Artikulator kann direkt in der Praxis oder im Labor über die horizontal angeordneten Achsen lösbar neu justiert werden:

Achsen mit Justier-Prüfschlüssel

neu ausrichten

Festgipsen der neu justierten Artikulatorachsen

 

Alle Komponenten werden einheitlich achsorientiert eingerichtet, Modelle können danach bedenkenlos von einem zum anderen Artikulator gewechselt werden.

Reference – Führungsnormteller

Führungsnormteller von flach bis 55 Grad; zentrisch justierbar auf selbstzentrierendem Trägerteil montiert.

Der flache Teller ist für UK-Montage und die Anfertigung individueller Frontzahnführungen aus Autopolymerisat konzipiert. Teller 30,40 und 50 Grad sind mit 5 Grad steileren Protrusivneigungen ausgerüstet. Mit kontinuierlichem Übergang, der natürlichen Frontsituation nachempfunden

Reference – individuelle Frontzahnführungseinheit

Zweigeteilte Frontzahnführung in einem rein protrusiven Teil (mit Spurrille), in den drei Varianten gerade, bzw. 1 und 2 mm gekrümmter Verlauf der Strecke S2 bei 14 Grad Winkelneigung.
Beide Stifte sind über separate Buchsen im Artikulator gehalten und einzeln auf Nullposition einjustierbar. Komplette Einheit wie abgebildet mit 3 auswechselbaren Protrusionseinsätzen.

Verstellbar protrusiv von 0-80 Grad, lateral von 20-65 Grad.

 

Reference – Frontzahndiagnostik

Frontzahnabformer:

Ein nach der Bezugsebene ausgerichteter Träger für Hartsilikon, um Frontzahn-impressionen im Artikulator abzunehmen.

Die harte Putty-Masse kann in Schnitte zerlegt und aus dem Profil die Palatinalflächen herausge-messen werden.

Diese Werte dienen in der Funktionsdiagnostik der Bewertung der Relation Frontzahnführung - Gelenk-führung - Okklusionsebene, sowie in der Rekonstruktion der Artikulatoren-programmierung, und der Überprüfung von Zahnstellung und Funktionsfläche in der KFO. Ideale Ergänzung zum CADIAS® Fernröntgen-programm der Gamma Dental Software®.

 

Reference - Kompensationskurve – Analyse und Gestaltung

7 Scheiben mit Abstufungen von 5mm Radien R60-R90 für die Anwendung im SL Artikulator. Anhand der Scheiben lässt sich der Spee’sche Kreis des aktuellen Falls im Artikulator vermessen, bzw. eine geplante Spee’sche Kurve durch entsprechende Aufwachsung festlegen.

 

Reference – sequenzielle Okklusion einfach umgesetzt

Der Sequenztisch ist durch das dahinter stehende flexible Konzept auswechselbarer Steilheiten geometrisch und didaktisch gut überschaubar und gestattet, Okklusionskonzepte über die Festlegung eines geplanten Disokklusionswinkels zu definieren. Der Sequenztisch ist sowohl in der diagnostischen als auch in der aufwachstechnischen Anwendung einfach und extrem leichtführig. Die fächerartigen Führungsflächen des Tisches ermöglichen eine direkte Zuordnung zum Zahn und daher eine einfache Umsetzung des natürlichen Okklusionskonzepts der sequenziellen Okklusion.

 

Mit dem Sequenztisch modellierte Seitzahnführung

 

Durch die Auswahl der einzelnen Elemente wird das rekonstruktive Aufwachskonzept festgelegt. Je nachdem welche Okklusionsfläche man bearbeitet, wird der Tisch auf die entsprechende Markierung, welche sich auf den Seiten der Trägerplatte befindet, durch Verschieben nach vorne bzw. hinten eingestellt.

Eine Richtlinie zur Auswahl des Tisches bietet ein Auswahlprogramm, welches die Steilheit der Gelenkbahn (CADIAX®) zur Achse-Orbitale-Ebene und das gewählte Bennett Element als Parameter in einer Berechnung verarbeitet. Das CADIAX® System berechnet die Werte automatisch!

40º (Protrusiv)
51º (Zahn 3)
41º (Zahn 4)
33º (Zahn 5)
25º (Zahn 6)

 

44º (Protrusiv)
55º (Zahn 3)
44º (Zahn 4)
37º (Zahn 5)
29º (Zahn 6)

 

47º (Protrusiv)
58º (Zahn 3)
47º (Zahn 4)
40º (Zahn 5)
33º (Zahn 6)

 

 

54º (Protrusiv)
65º (Zahn 3)
52º (Zahn 4)
46º (Zahn 5)
39º (Zahn 6)

 

Reference – Okklusionsebene messen, planen und einstellen

Dieses Gerät erlaubt die Messung bzw. Ausrichtung der individuellen Okklusionsebene in Winkelgraden. Zweigeteilt für unterschiedlichen Neigungsverlauf der rechten und linken Zahnreihe.

Die Montage erfolgt im Reference Artikulator.

 

Reference – flexible Condylen-Positions-Messung (IKP vs. RKP)

CPM SL (Condylen-Positions-Messadapter) – Paar mechanischer Messadapter zum metrischen Vergleich der zentrischen und der interkuspidalen Position des Unterkiefers. Adaptierbar am SL Artikulator – dadurch muss kein eigenes Gerät angeschafft werden!

Der Justier-Prüfschlüssel (06-231900) muss zur Festlegung der zentrischen Nullposition vorhanden sein!

Reference – Gelenkpositionen ändern mit dem Variator

CPV (Condylen-Positions-Variator): Ermöglicht die exakte metrische Positionierung der Condylenposition in drei Raumrichtungen, z.B. zur Einstellung einer therapeutischen Unterkieferposition, zur Schienenherstellung oder für ein diagnostisches Set-up in der Kieferorthopädie.

 

Ideal zur Anwendung in Kombination mit dem CADIAX® Registriersystem. Eine mit CADIAX® gefundene Gelenkposition kann direkt im Gerät eingestellt werden!

 

 

 

Der Justier-Prüfschlüssel (06-231900) muss zur Festlegung der zentrischen Nullposition vorhanden sein!

 

 

Reference – Lern-CD

RRzF Kurs CD-ROM "Reference SL Handhabung und Training”. Diese Lern-CD wurde von Tilman Fritz, einem der erfahrensten Anwender des GAMMA Systems, erstellt.

 

Schritt für Schritt lernt man die exakte Anwendung des Reference SL Artikulators von Modellmontage bis zur exzentrischen Artikulatorprogrammierung.

 

Hilfreich für das ganze Praxis- und Laborteam.

 

Gesichtsbogen

Eine Modellmontage sollte nur mit räumlicher Kieferrelation durchgeführt werden. GAMMA bietet mit seinem Reference System die Möglichkeit der arbiträren und exakten Oberkiefermodell-übertragung. Mit dem bewährten 3D-Gelenksupport können die Gesichtsbögen einfach und sicher angewandt werden.

Reference – anatomischer Gesichtsbogen

Parallel verschiebbarer Arbiträrbogen mit 3D-Gelenksupport. Bei diesem Bogen treten keine unerwünschten Achsverlagerungen, z.B. durch den Schereneffekt, auf. Die kastenförmige Bauweise mit Doppelklemmung lässt an Stabilität keine Wünsche offen. Konstruktiv ist der Reference AB Gesichtsbogen auf die AO-Ebene (Scharnierachs-Orbitalebene) ausgelegt, der vordere Referenzpunkt liegt 22 mm unterhalb der tiefsten Einziehung der Glabella.

Sollte die AO-Ebene verlassen werden, steht ein Erweiterungsset mit verstellbarem Orbitalzeiger und Achsstiften zur Verfügung. Die Montage ist dann aber nur im OK-Transferstand (Art.Nr. 06-230510) möglich. Die Porusknöpfe sind abschraubbar und sterilisierbar.

 

Für die Aufzeichnung mit dem CADIAX® compact wird der AB-Bogen mit einfachen Zusatzteilen aufgerüstet. Der Vorteil liegt auf der Hand: Ein Bogen – zwei Anwendungen!

Reference – exakte Achse mit dem Condylographen

Hochpräzises Feinmessgerät für den funktionsdiagnostisch arbeitenden Zahnarzt. Der schädelfeste obere Gesichtsbogen wird mittels 3-Punkt Stütztechnik (Nasion und 2 mal Stirn) angelegt und mit Stirn-Nacken Flexband fixiert. Die Seitenarme liegen kraftfrei am Ohrsattel auf. Der Gesichtsbogen ist einfach und sicher zu montieren und für den Patienten komfortabel zu tragen.

 

Der leicht konstruierte mandibuläre Schreibbogen erlaubt die präzise Einstellung der Registrierstifte auf die exakt lokalisierte Scharnierachse.

Wozu die exakte Scharnierachse?

 

Auswirkung mandibulärer Rotationsbewegungen bei unterschiedlichem Achs-Montagepunkt

Die Grafik zeigt die Auswirkungen mandibulärer Öffnungs- und Schließbewegungen bei veränderter Positionierung des Drehpunkts Scharnierachse im Artikulator. Mit dem anatomischen Gesichtsbogen wird die Gelenksachse zu einem über viele Patienten statistisch ermittelten Achspunkt montiert. Dadurch besteht die Möglichkeit von beträchtlichen Abweichungen der Montageachse zur tatsächlichen kinematischen Achse.

 

Beispiel einer Schlussbissstellung im Artikulator bei stark abweichender Scharnierachsmontage oder Modellposition

Eine Indikation für die exakte Scharnierachsmontage ist daher immer dann gegeben, wenn vertikale Veränderungen durchgeführt werden. Dies sind beispielsweise Schienen- oder Einschleiftherapien, Vertikaländerungen bei Rekonstruktionen, in der Total- oder Implantatprothetik.

Der Condylograph dient als Träger der Messsensorik für die Anwendung des CADIAX® diagnostic Systems.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist bei der diagnostischen Aufzeichnung mit CADIAX® gegeben. Um rotationsbedingte geometrische Verzerrungen der Bewegungsspuren auszuschalten, muss dabei immer die Scharnierachse exakt lokalisiert werden.

 

Es ist möglich, die Oberkiefermodellübertragung mit exakt lokalisierter Scharnierachse und individueller Referenzebene in den Reference, Artex® oder SAM® Artikulator durchzuführen.

 

Indikationen:

-   Bei Fällen mit geplanten Vertikaländerungen

-   Arbeiten mit Zentrikregistrat

-   Remontagen von Restaurationen

-   Remontagen in der Totalprothetik

-   Für exakte Okklusionsdiagnostik im Artikulator

-   Für verzerrungsfreie Gelenksdiagnostik mit CADIAX®